Fairy Cave und Wind Cave: Zwei sehr unterschiedliche Höhlen, die einen Ausflug wert sind

Nur ungefähr 40 Kilometer südwestlich von Kuching in der Nähe der kleinen Stadt Bau befinden sich Fairy Cave und Wind Cave. Die beiden Schauhöhlen sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Auch wenn die Wind Cave im direkten Vergleich weniger beeindruckend ist, bietet es sich aufgrund der Nähe und der doch sehr unterschiedlichen Höhlen an, bei einem Ausflug in die Gegend beide zu besuchen. Bei Anfahrt mit dem Auto sind beide Höhlen inklusive An- und Abfahrt an einem halben Tag komfortabel zu besuchen.

Fairy Cave Kuching - Überblick
Fairy Cave nahe Kuching

Fairy Cave ist eine beeindruckende und abwechslungsreiche Höhle

An der Fairy Cave angekommen muss man zunächst einige befestigte Stufen hinaufsteigen, ehe man zum Eingang der Höhle gelangt. Zum Glück ist dort heute eine Art Treppenhaus vorgebaut. Früher führte nämlich nur eine ganz schmale, extrem steile und demnach sehr gefährliche Treppe in die Höhle. Um die Fairy Cave zu betreten muss anschließend ein enger Durchgang passiert und eine steile Holztreppe erklommen werden. Die Stufen sind sehr glitschig, daher ist festes Schuhwerk absolut empfehlenswert.

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Hat man diesen Teil hinter sich gelassen, gelangt man in die große Fairy Cave. Der Anblick ist fantastisch. Durch eine Öffnung kommt ausreichend Licht in diesen Teil der Höhle. Dadurch ist alles gut zu erkennen und vieles grün bewachsen. Ein super Kontrast zu den grauen und braunen Felsen, Wegen und Aussichtsplattformen. Die Wege und Stufen sind in der Fairy Cave recht gut befestigt. Nur das Moos und Guano (Fledermauskot) sorgen dafür, dass alles etwas rutschig ist. Es lohnt sich in jedem Fall alles einmal abzugehen. Die Höhle und ihre Größe wirken von den verschiedenen Standpunkten nämlich ganz unterschiedlich.

Auch Stalagmiten und Stalaktiten gibt es in der Fairy Cave zu sehen

Will man etwas tiefer in die Höhle eintauchen, muss man erstmal wieder einige Stufen hinauf. Dort bekommt man viele Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. Teilweise sind sie bis zu 3 Meter groß. Einige von ihnen erinnern aufgrund ihrer Form an Tiere und andere Gestalten. Tiefer in der Fairy Cave ist beispielsweise ein Stalagmit, welches Guan Yin, der chinesischen Göttin der Barmherzigkeit, ähnlichsieht. An einigen Stellen stecken Räucherstäbchen im Boden oder in Wänden, da die Einheimischen dort beten.

Fairy Cave Kuching

Im Vergleich zu dem großen vorderen Höhlenteil ist dies eine komplett andere Welt. Anfangs schimmert noch ein wenig Licht von der großen Öffnung hindurch, später wird es allerdings immer dunkler. Eine Taschenlampe ist daher in jedem Fall ratsam.

In der Fairy Cave gibt es Fledermäuse, Vögel, kleine Insekten und vereinzelt sogar Schlangen zu sehen.

Ein Besuch der nahegelegenen Wind Cave lohnt sich ebenfalls

Nur wenige Kilometer von der Fairy Cave entfernt befindet sich mit der Wind Cave eine weitere sehenswerte Höhle. Auch wenn die Wind Cave weniger beeindruckend ist, lohnt es sich, bei einem Ausflug in die Gegend beide Höhlen zu besuchen. Wind Cave ist eine röhrenförmige Höhle, durch die ständig ein leichter Windzug weht. Da her hat sie ihren Namen. Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Höhle früher bewohnt war. Es wurden dort zum Beispiel Steingutgefäße, Kohle sowie Meerwassermuscheln gefunden. Heute leben hier verschiedene Fledermausarten, Schwarznestsalangane, Mauersegler oder verschiedene Schneckenarten.

Fledermäuse in der Wind Cave Sarawak
Fledermäuse
Stalaktit in der Wind Cave nahe Kuching
Stalaktit

Die Passagen der Wind Cave sind über einen 1.000 Meter langen Holzweg mit Geländer ganz sicher begehbar. Schon nach wenigen Metern benötigt man allerdings unbedingt eine Taschenlampe, denn die Höhle ist überhaupt nicht beleuchtet. Neben den oben genannten Tierarten gibt es in der etwa 60 Millionen Jahre alten Höhle viele Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. An einigen Stellen sind die von der Decke hängenden und vom Boden aufsteigenden Tropfsteine sogar zu einer Säule zusammengewachsen. Hier spricht man dann von Stalagnat.

Zum Schutz der Flora und Fauna in und um die Wind Cave wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt. Im angrenzenden Kalksteinwald gibt es eine Reihe seltener Bäume und Sträucher. Darunter sind beispielsweise einige sehr seltene Palmen. Außerdem leben hier und entlang des Flusses viele verschiedene Vogelarten, Eichhörnchen und Spitzmäuse.

Anfahrt - Die Höhlen sind aus Kuching gut erreichbar

Am einfachsten erreicht man die beiden Höhlen mit dem Auto von Kuching aus. Es sind circa 45 Kilometer und die Fahrzeit beträgt ungefähr 45 Minuten. Ausreichend Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Bei Anreise mit dem Taxi sollte der Fahrer unbedingt gebeten werden zu warten, denn Taxis sind hier für die Rückfahrt ansonsten schwer zu bekommen.

Alternativ kann man mit der Buslinie 2 für ganz kleines Geld von Kuching nach Bau fahren. Von dort fährt die Linie 3A in Richtung Wind Cave. Sage dem Busfahrer, dass du zur Wind Cave möchtest. Er lässt dich dann an einer Kreuzung aussteigen, von der es noch rund 10 Minuten bis zur Höhle zu laufen sind. Von der Wind Cave benötigst du dann nochmal eine Dreiviertelstunde bis zur Fairy Cave.

Steile Treppe zur Fairy Cave
Alter Zugang zur Fairy Cave

Unsere Empfehlung für Fairy Cave und Wind Cave

Die beiden Höhlen versprechen einen abwechslungsreichen Halbtagesausflug. Die Tour empfiehlt sich für diejenigen, die auf ihrer Borneo-Reise keine anderen Höhlen, wie bspw. im Mulu Nationalpark, besuchen. Wer hingegen beabsichtigt andere, größere Höhlen anzusteuern, für den dürften sich Fairy und Wind Cave nur eingeschränkt lohnen.

Festes, rutschfestes Schuhwerk ist in jedem Fall empfehlenswert. Außerdem sollte man eine Taschenlampe bei sich haben. Da es in der Umgebung keine Verpflegungsmöglichkeiten gibt ist es ratsam, Essen und Trinken mitzubringen.

Da die Anreise aus Kuching relativ kurz ist und man für die beiden Höhlen nicht viel Zeit benötigt, ist es nicht nötig, in der Umgebung zu nächtigen. Wir empfehlen, die Tour aus Kuching heraus zu planen.

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