Tauchen im Tunku Abdul Rahman Marine Park

Der Tunku Abdul Rahman Marine Park (TARP) liegt nur rund 15 bis 20 Minuten mit dem Schnellboot von Kota Kinabalu entfernt. Er wurde 1974 als Nationalpark ausgewiesen und ist 49 km² groß. Zu ihm gehören die fünf Inseln Gaya, Mamutik, Manukan, Sapi und Sulug. Wenn es dir auf den östlich von Sabah gelegenen Inseln zu ruhig und abgeschieden ist oder du aus anderen Gründen dort nicht hinreisen möchtest, ist der TARP eine tolle Alternative. Hier gibt es nämlich sehr gute Tauchbedingungen, die sich mit dem geschäftigen Treiben von Kota Kinabalu verbinden lassen.

Tauchen im Tunku Abdul Rahman Marine Park
Mantarochen im Tunku Abdul Rahman Marina Park

Im Tunku Abdul Rahman Marine Park kommen sowohl Muck-Diver als auch Fans von großen Fischen auf ihre Kosten. Schulen von Barrakudas, Schildkröten, Haie und Rochen sieht man ebenso häufig wie verschiedene Pfeifenfische, Tintenfische oder Nacktschnecken. Insgesamt wurden fast 400 Fischarten im TARP gezählt. In der entsprechenden Jahreszeit bietet der Park außerdem die Chance, Walhaie zu sehen. Die Unterwasserflora ist in einem beeindruckend guten Zustand und üppig.

Das Wasser ist das ganze Jahr über konstant warm. Die Wassertemperatur bewegt sich üblicherweise im Bereich von 27 bis 30° C. Die Sichtweite beträgt bis zu 15 Metern.

Bunte Unterwasserwelt im TARP
Bunte Unterwasserwelt

Tauchplätze rund um die Inseln

Das Tauchen im TARP ist sehr abwechslungsreich. Das liegt unter anderem an dem vielfältigen Meeresleben. Du kannst deinen Tauchtag mit Muck-Diving beginnen, beim zweiten Tauchgang Walhaie oder andere große Fische sichten und den Tag mit vielen kleinen, bunten Fischen in farbenintensiven Riffen beenden. Aber auch die große Auswahl an Tauchplätzen spielt eine wichtige Rolle. Über 30 sind es alleine innerhalb des Parks. Ein paar weitere liegen ganz in der Nähe des TARP. Die Tauchbedingungen sind verhältnismäßig einfach und eignen sich daher auch für Anfänger. Die meisten Tauchgänge liegen im Bereich von 15-22 Metern und die Strömung ist normalerweise recht gering. Die meisten Tauchspots sind sanft abfallende Korallenriffe, Mangrovengebiete und sandige Muck-Spots. Wandhänge kommen hier hingegen nicht vor. Nachfolgend stellen wir ein paar interessante Tauchspots vor.

Tauchen am Sapi Reef - Tunku Abdul Rahman Marine Park

Sapi Reef

Sapi Reef ist das Hausriff der Insel Sapi und direkt am Jetty gelegen. Große Teile des Tauchgebiets sind recht flach. Hier kann man daher auch sehr gut schnorcheln. Am Sapi Reef wird immer wieder von Begegnungen mit Blaupunktrochen berichtet. Außerdem leben dort Steinfische, Barrakudas oder Tintenfische.

Schildkröte im TARP

Police Bay

Police Bay liegt in der Nähe von Gaya Island. Es ist ein langsam abfallendes Riff, welches bis auf rund 30 Meter Tiefe geht. Der Hang ist geprägt von bunten Korallen und Meeresfächern. Darin leben viele Riff-Fische, es gibt aber auch immer wieder Barrakudas oder Schildkröten zu sehen.

Barrakudas im Tunku Abdul Rahman Marine Park

Sulug Reef

Sulug Reef, nahe der gleichnamigen Insel gelegen, geht von 10 Metern bis auf fast 30 Meter Tiefe hinab. Es erwarten dich tolle, intakte Koralle, Schulen von Barrakudas und Jacks sowie Krokodil- und Kugelfische.

Anemonenfisch im TARP

Mid Reef

In rund 20 Metern Tiefe liegt an Mid Reef ein Wrack auf dem Grund, das mit Schwämmen, Anemonen und Hartkorallen gesäumt ist. Hier gibt es die üblichen Rifffische, Seepferdchen und Nacktschnecken.

Tauchen South Edgell Patch

South Edgell Patch

South Edgell Patch liegt etwas außerhalb des Tunku Abdul Rahman Marine Park und ist rund 10 Minuten von Sapi entfernt. Es ist das wohl beste Tauchgebiet in der Gegend. Es reicht von 10 bis 30 Meter Tiefe und die Strömung ist meist ein wenig stärker als im Park selbst. Die Meeresvielfalt ist unglaublich, vor allem Freunde von großen Fischen werden den Spot lieben. Mantas und Walhaie sind die Highlights.

Clement Reef

Nahe der Insel Sapi liegt dieser Tauchspot. Er ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Die Sicht ist überdurchschnittlich gut und große Teile des Gebietes befinden sich auf plus/minus 15 Meter Tiefe. Hier wimmelt es von vielen verschiedenen Korallen und Schwämmen sowie deren Bewohnern. Darunter auch Feuerfische.

Die Inseln im Tunku Abdul Rahman Marine Park haben noch mehr zu bieten

Innerhalb der Park-Grenzen gibt es aber noch mehr zu erleben. Gaya Island, die größte der fünf Inseln, sticht dabei ein wenig hervor. Gaya ist mit üppigem tropischem Regenwald bedeckt. Wanderwege quer über die Insel laden dazu ein, diesen zu entdecken. An der Küste gibt es einige sehr schöne Strände, an denen du wunderbar verweilen kannst. Und auch Schnorcheln ist hier an vielen Stellen gut möglich. Gaya Island ist außerdem sogar bewohnt. Am Ufer des Meeres liegt ein kleines Stelzendorf, in dem einige Einheimische zu Hause sind. Auch hier lohnt es sich einmal vorbeizuschauen.

Wenn du mehr als nur eine Insel entdecken willst, empfiehlt sich das Island-Hopping. Am Jesselton Jetty kann man verschiedene Touren buchen, bei denen an einem Tag mehrere Inseln per Boot angesteuert werden. Da die kleineren Inseln allerdings nicht so viel zu bieten haben, geht es hier insbesondere darum, die verschiedenen Strände zu besuchen. Aber es lohnt sich, denn es warten weiße Sandstrände mit klarem Wasser, die oft relativ verlassen sind und so einen ruhigen Strandbesuch auf einer einsamen Insel ermöglichen. Auch für Nicht-Taucher ist in dem idyllischen Inselparadies also viel Interessantes geboten.

Inseln im Tunku Abdul Rahman Marine Park
Insellandschaft
TARP - Abwechslung zum tauchen
Mamutik

Tauchsaison

Im Tunku Abdul Rahman Marine Park kann das ganze Jahr über getaucht werden. Am besten sind die Bedingungen aber während der trockeneren Zeit von Januar bis April. In den windigeren und regnerischeren Monaten von Mai bis Dezember ist die Sicht etwas schlechter. Nach einem Monsun kann sie durchaus auch einmal auf 3 bis 5 Meter abfallen. Außerdem ist das Wasser in der Regenzeit etwas kälter, wenngleich es mit rund 27-28 °C immer noch angenehm warm ist. Ungefähr von Februar bis April ist Walhai-Saison. Februar und März sind daher wohl die besten Monate.

Tunku Abdul Rahman Marine Park - Unterkünfte und Anreise

Auf den Inseln im Park selbst gibt es ein paar schöne Unterkünfte. Diese bieten in der Regel auch Tauchgänge an und kooperieren hierfür teilweise mit Dive Centern in Kota Kinabalu. Aber auch in der Stadt selbst kannst du hervorragend wohnen, und dann vom Jesselton Jetty zu den Tauch-Ausflügen aufbrechen.

Die Anreise auf die Inseln ist ausschließlich per Boot vom Jesselton Jetty möglich. Hier gibt es verschiedene Anbieter, die Tickets und Touren direkt am Jetty verkaufen. Hast du eines der Hotels im Park gebucht, organisieren diese die Transfers.

Weitere Informationen zur Anreise nach Kota Kinabalu und Unterkünften dort erhältst du auf unserer Seite über Kota-Kinabalu.

Unsere Empfehlung für den TARP

Tauchtechnisch kann der Tunku Abdul Rahman Marine Park nicht mit den Weltklasse-Tauchgebieten im Osten Sabahs mithalten. Wer also völlig frei in seiner Reiseplanung ist, sollte eher SipadanLankayan oder Layang Layang ansteuern. Dennoch kann man auch im TARP sehr gut tauchen und das Gebiet bietet den Vorteil, dass man abends oder an tauchfreien Tagen Kota Kinabalu und die Umgebung erkunden kann.

Wenn du in einem der Hotels im Park unterkommst, solltest du vorab klären, zu welchen Zeiten die Überfahrt mit dem Boot erfolgt. Üblicherweise gibt es zwei, drei Fahrten pro Tag zu festgelegten Uhrzeiten. Diese solltest du beim Buchen deiner Hin- und Rückflüge beachten.

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